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NACHRICHT

Normengerechte Beleuchtung am Arbeitsplatz

An allen industriellen Produktionsstandorten spielt die Beleuchtung eine wichtige Rolle, um die bestmöglichen Sicherheitsbedingungen für die Mitarbeiter zu gewährleisten


Leider hören wir fast täglich von schweren Unfällen an vielen Arbeitsplätzen. In einigen Fällen ist eine der Unfallursachen ein Mangel oder ein schwerwiegender Defekt in der Beleuchtungsanlage. Aus diesem Grund glauben wir, dass das Thema Beleuchtung am Arbeitsplatz gerade jetzt besonders aktuell ist. Es ist kein Zufall, dass es zwei europäische Vorschriften zu diesem Thema gibt: UNI EN 12464-1 und UNI EN 12464-2, die sich mit der Beleuchtung von Arbeitsplätzen im Innen- und Außenbereich befassen. Die Vorschriften beschreiben die wichtigsten Beleuchtungsparameter, die bei der Planung eingehalten werden müssen: durchschnittliche mittlere Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke, Blendungsindizes, Farbwiedergabeindex. Die Wahl der Leuchten ist besonders wichtig, da davon die Güte des Beleuchtungssystems abhängt.

SCHUTZKLASSE FÜR LEUCHTEN

Bei der Auswahl der Beleuchtungslösung muss sich das Augenmerk des Lichtplaners auf die zu beleuchtenden Räume richten. Die industrielle Produktion findet in einer Vielzahl von Innen- und Außenumgebungen statt. Der Einsatz von Leuchten mit hoher Schutzart (> IP55) wird empfohlen, wenn mit Schadstoffen und ätzenden Stoffen in der Luft und Temperaturschwankungen in verschiedenen Höhen über dem Boden zu rechnen ist, sowie in großen, überdachten Räumen und Außenbereichen. Die Zunahme der Installationshöhe, oft aufgrund der Tatsache und des Vorhandenseins großer Maschinen, erfordert die Verwendung von Leuchten mit hocheffizienten Lichtquellen und speziellen Optiken für die effizienteste Lichtleistung.

EMPFOHLENE BELEUCHTUNGSSTÄRKE

Was die Lux-Werte betrifft, so wird im Allgemeinen eine mittlere Beleuchtungsstärke von 200 bis 300 lx für Gesundheit und Sicherheit gefordert. Denken Sie daran, dass die „durchschnittliche mittlere Beleuchtungsstärke“ den Wert in Lux über einer bestimmten Fläche bezeichnet, unter den dieser während der berechneten Lebensdauer der installierten Anlage niemals fallen darf. An Bedieneinheiten, Displays, Handarbeitsplätzen und Baugruppenmontageplätzen werden Beleuchtungsstärken von deutlich über 200 lx benötigt. Beleuchtungsstärken weit über 300 lx sind in Bereichen erforderlich, in denen Inspektionsaufgaben und manuelle Montagearbeiten mit kleineren Bauteilen durchgeführt werden. In besonderen Fällen können bis zu 1000 oder 1500 lx erforderlich sein. Es geht also um eine diffuse, grundsätzliche Allgemeinbeleuchtung mit 200-300 lx und eine punktuelle Erhöhung der Beleuchtungsstärke an Arbeitsplätzen.

BELEUCHTUNGSVERHÄLTNISSE

Wenn Sehaufgaben ihren eigenen spezifischen Platz im Arbeitsumfeld haben, ist es sinnvoll (und im Interesse der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter*innen), die höhere Beleuchtungsstärke nur in bestimmten Bereichen zu erhöhen, während die Umgebung auf einem niedrigeren Niveau ausgeleuchtet wird. Dadurch ergeben sich benachbarte Bereiche, die von unterschiedlich viel einfallendem Licht beeinflusst werden. Diese Unterschiede sollten im allgemeinen Arbeitsumfeld nicht zu groß sein. Augenermüdung wird verursacht, wenn es um das beobachtete Objekt herum große, schattige Bereiche gibt, d.h. Bereiche mit Niveaus geringer Beleuchtungsstärke, die geringe Reflektionen ausstrahlen. Je größer die Unterschiede, desto größer die Ermüdung. Sobald sich das Auge vom Fokus der Sehaufgabe entfernt, beginnt der spontane Anpassungsprozess der Iris an die Leuchtdichte des neuen Fokuspunktes. Visuelle Ermüdung wird durch die wiederholte Kontraktion und Dilatation der Iris verursacht, die auftritt, weil der Ziliarmuskel die Form der Linse und des Augapfels ändert, um neu zu fokussieren. Um die Belastung der Augen zu verringern, sollte der Unterschied zwischen der durchschnittlichen Leuchtdichte der Sehaufgabe und der Umgebung nur begrenzt sein. Wie von den genannten Vorschriften (UNI EN 12464-1) gefordert, ist es wichtig, um die Differenz zwischen der lokalen Beleuchtungsstärke der Sehaufgabe und der Beleuchtungsstärke der Umgebung einzustellen. Wenn zum Beispiel die Beleuchtungstärke auf der Sehaufgabe größer als 750 lx ist, ist es ratsam, mindestens 500 lx umgebend zu planen.

GLEICHMÄSSIGE BELEUCHTUNGSSTÄRKE

Eine weitere besonders relevante Anforderung für Gesundheit und Sicherheit ist die Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke, die das Verhältnis der Mindestbeleuchtungsstärke zur mittleren Beleuchtungsstärke für die allgemeine Umgebungsbeleuchtung darstellt. Eine gute Gleichmäßigkeit stellt sicher, dass keiner der Bereiche oder Teile großer Oberflächen (wie Fußböden oder Arbeitsflächen) schlecht beleuchtet wird, wobei mögliche Hindernisse kaum sichtbar oder Personen nicht leicht zu erkennen sind. Beispiel: Der Boden eines Raumes muss gleichmäßig ausgeleuchtet sein, um Unebenheiten, Sprünge, Niveauunterschiede, Stufen und Hindernisse gut sichtbar zu machen.

Um eine gleichmäßige Lichtverteilung zu gewährleisten, muss das Verhältnis zwischen der Mindestbeleuchtungsstärke und der mittleren Beleuchtungsstärke in allen Bereichen des Bodens zwischen 0,6 und 0,5 liegen. Bei einer mittleren  Beleuchtungsstärke von 300 lx sollte die Mindestbeleuchtungsstärke daher 180 bzw. 150 lx nicht unterschreiten.

 

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